Köln, 13. Januar 2012

Umgang mit Gewalt in Pflege und Medizin

JuraHealth Congress 2012 beschäftigt sich mit einem Tabu-Thema

Immer wieder kommt es vor, dass Patienten oder Bewohner gegenüber Behandler aggressiv werden. Manche Konflikte eskalieren in körperlicher Gewalt, die sowohl vom Patienten/Bewohner gegenüber den Behandler, als auch vom Behandler gegenüber dem Patienten bzw. Bewohner ausgeübt wird.

Für Gewalt und Aggressionen von Patienten und Bewohnern gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kliniken, Alten- und Pflegeeinrichtungen gibt es vielfältige Gründe. Kranke und Pflegebedürftige stehen situationsbedingt in einem inneren Spannungsfeld, das zu einem erhöhten Aggressionspotenzial führen kann. Bei mangelnder Einsicht in notwendige Maßnahmen nehmen Betroffene die Betreuung und Behandlung subjektiv als Gewalt wahr. Zusätzlich verstärken kann sich das Konfliktpotenzial, wenn der Betroffene in seiner persönlichen Kommunikationsfähigkeit und Wahrnehmung eingeschränkt ist, wie beispielsweise durch demenzielle Veränderungen. Aufseiten der Behandler können diese Umstände im Arbeitsalltag zu überzogenen Reaktionen im Konfliktfall führen. Die Gewalt reicht dabei vom „ruppigen Anfassen“ über „Bevormundungen“ bis hin zu „Fixierungen“ und massiven körperlichen sowie psychischen Beeinträchtigungen.

Die Vorbeugung solcher Gewalt- und Aggressionssituationen dient dabei nicht nur dem Wohl von Patienten und Bewohner sondern auch dem Wohle der Beschäftigten. Denn eine aggressive Eskalation führt stets zu Einbußen auf beiden Seiten. Professionelles Deeskalationsmanagement ist mithin ein wesentlicher Beitrag für die Patienten und Mitarbeiterzufriedenheit und stellt damit ein wichtiges Qualitätsmerkmal dar.

Der diesjährige JHC soll zum einen die rechtlichen Rahmenbedingungen bezüglich des Einsatzes von Zwangsmitteln klären und zum anderen Maßnahmen sowie Strategien für eine zielgerichtete gewaltfreie Patienten- und Bewohnerversorgung aufzeigen.

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Pressekontakt

Martin von Berswordt-Wallrabe

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