3. Etappe: Rheinufer, Altstadt und Rheinauhafen

 

Wenn Sie rechts an Dom und Museum Ludwig vorbeigehen, kommen Sie über die Domplatte zur Hohenzollernbrücke, die Sie über den Rhein führt. Sie ist übrigens die am stärksten befahrene Eisenbahnbrücke Europas – und seit vielen Jahren für ihre Liebesschlösser bekannt, die hier zu Zehntausenden am Brückengeländer hängen. Statt über die Hohenzollernbrücke, können Sie jedoch auch noch etwas in Richtung Zoo gehen und nach einem dortigen Besuch mit der Seilbahn auf die andere Rheinseite schweben. Von der rechtsrheinischen Seite Kölns, etwas despektierlich „schäl Sick” (schielende Seite) genannt, gibt es einen atemberaubenden Blick auf das Rheinpanorama. Hier können Sie den wunderschönen Rheinpark besichtigen, der einst zur Bundesgartenschau im Jahre 1957 angelegt wurde. Auf dieser Rheinseite gibt es ebenfalls eine lohnenswerte Aussicht auf Dom und Altstadt. Weiter südlich kommem Sie an den alten Kölner Messehallen vorbei. Hier ist vor einigen Jahren der Fernsehsender RTL eingezogen, welcher seine Zentrale zuvor etwas außerhalb im westlichen Kölner Stadtteil Junkersdorf hatte.

Nachdem Sie die Rheinpromenade in Richtung Süden herunter gegangen sind, die derzeit ebenfalls völlig neu als Rheinboulevard gestaltet wird, können Sie über die Deutzer Brücke ins linksrheinische Köln zurückkehren. Dort befindet sich der Heumarkt; zum Zeitpunkt des Kongresses lädt dort eine 1200 Quadratmeter große Eislaufbahn zum Schlittschuhlaufen vor adventlicher Kulisse ein. Nördlich hinter dem Heumarkt liegt der Alter Markt – ein kleiner Platz mit Blick auf Dom und Rathausturm, der von pittoresken bunten, kleinen Giebelhäuschen umgeben ist und an dem zahlreiche Kneipen und Restaurants liegen. Apropos Rathausturm: Um 9, 12, 15 und 18 Uhr ertönen von den Glocken im Turm täglich wechselnde Lieder – von kölschen Klassikern über Kompositionen von Jacques Offenbach und dem 2007 verstorbenen Meister der Zwölftonmusik, Karlheinz Stockhausen. Wenn Sie schon mal da sind, hören Sie’s sich an! Am Rheinufer befinden sich außerdem viele Ausflugsschiffe, auf denen Sie, wenn Sie mögen, zu einer Rundtour auf dem Fluss aufbrechen können.

Weiter südlich befindet sich die neueste städtebauliche Kölner Attraktion: das seit 1998 neu entstehende Stadtviertel Rheinauhafen. Das einst völlig verfallene, sich von Severinsbrücke bis zur Südbrücke knapp anderthalb Kilometer entlang des Rheins erstreckende Hafengelände wurde in den vergangenen Jahren zu einem hochmodernen und architektonisch spektakulären Veedel zum Leben und Arbeiten umgestaltet. Unter anderem haben hier Microsoft und Electronic Arts ihr neues Deutschland-Quartier bezogen. Ein besonderer Blickfang (und auf dem Weg zu einem neuen Kölner Wahrzeichen) sind die drei markanten, 17-geschossigen Kranhäuser des Star-Architekten Hadi Teherani unter der Miturheberschaft von Dipl. Ing. Architekt Alfons Linster (LINSTER-Architekten). Sie bieten sowohl Büros als auch Wohnungen Platz.

Bei einem Rundgang laden die zahlreichen Terrassen-Cafés und Restaurants in dem komplett autofreien Viertel zum Genießen und Innehalten ein; sehr gut bei den Kölnern angekommen ist unter anderem die Bistro-Bar-Lounge Kap am Südkai mit Glas-Architektur und einer schönen Dachterrasse. Auf diesem Abschnitt befindet sich übrigens auch die neue Skateranlage Kap 686, welche die Stadt im Sommer 2010 den Sportlern übergeben hatte – als Ausgleich für das nun nicht mehr zulässige Skaten vor dem Dom.

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1. Etappe: Friesenviertel und Ehrenstraße
2. Etappe: Über Breite und Hohe Straße zum Dom
3. Etappe: Rheinufer, Altstadt und Rheinauhafen

4. Etappe: Durch die Südstadt zum ehemaligen Stadtarchiv
5. Etappe: Der Puls der Stadt – Neumarkt, Rudolfplatz und Ringe