Museen op kölsch

 

Wer Kultur liebt, wird in Köln auf seinen Geschmack kommen: Zahlreiche Museen und Kulturhäuser laden Sie während Ihres Aufenthalts in der Domstadt zu einem Besuch ein. Nachfolgend einige Tipps, Anregungen und Empfehlungen…

Ein wahres Besuchermagnet ist das im Jahr 1993 eröffnete Schokoladenmuseum am Rheinufer, das am nördlichen Ende des Rheinauhafens liegt und sich perfekt mit einem Besuch in diesem futuristischen Stadtviertel verbinden lässt. Auf mehreren tausend Quadratmetern können Sie einen – auf Wunsch geführten – Streifzug durch die Geschichte des Kakaos und der Schokoladenherstellung machen. In einem begehbaren Tropenhaus sehen Sie die Kakaopflanze in ihrer natürlichen Umgebung, der faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt des tropischen Regenwaldes. Außerdem können Sie an einem Schokoladenbrunnen naschen und im Anschluss von der Terrasse des Museumscafés die Aussicht auf den Rhein genießen sowie ausgefallene Schokoladen-Kreationen und Souvenirs im Museumsladen Chocolat erstehen. Die Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 – 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 – 19 Uhr.

Eine weitere, brandneue Attraktion ist das erst Anfang April 2009 eröffnete Kölner Odysseum. Auf 7500 Quadratmetern Fläche werden auf 200 interaktiven Erlebnisstationen in den Themenwelten Leben, Erde, Cyberspace, Mensch, Kinderstadt, Galerie der Welt und einem Außen-Erlebnisbereich die Naturwissenschaften hautnah erleb- und erfahrbar gemacht. Besonders lohnenswert ist ein Besuch des (etwas außerhalb im rechtsrheinischen Köln-Kalk gelegenen) Museums in Begleitung von jungen Gästen.

Zu den “Kölner Klassikern” zählen die drei nachfolgenden Museen: Im Wallraf-Richartz-Museum/Fondation Corboud sehen Sie Gemälde von Kölner und internationalen Meistern aus Mittelalter, Barock sowie dem 18. und 19. Jahrhundert. Ergänzt wurde die Sammlung im Jahr 2001 durch 170 Gemälde (u.a. Renoir, van Gogh, Monet und Gaugin) aus der Sammlung des namensgebenden schweizerischen Unternehmers Gérard Corboud, die er der Stadt Köln gestiftet hatte.

Im Römisch-Germanischen Museum tauchen Sie in die Geschichte einer der ältesten Städte auf deutschem Gebiet ein. Diverse Ausgrabungsfunde, römische Portraits, Skulpturen und Keramiken machen das Haus zu einem Dorado für geschichtlich interessierte Kongressgäste. Während Ihres Besuches läuft hier die Ausstellung „Europa brennt – Kunst der Völkerwanderungszeit“ mit Kleinkunstwerken und Funden aus der Zeit zwischen Spätantike und Frühmittelalter.

Mehr an der zeitgenössischen Kunst orientiert ist das Museum Ludwig, das 1976 durch die Schenkung von Irene und Peter Ludwig, die die größte Pop-Art-Sammlung außerhalb der USA zusammengetragen haben, entstand. Roy Lichtenstein, George Segal und Andy Warhol sind nur einige der klangvollen Namen, die hier zu besichtigen sind. Zur Zeit des Interdisziplinären WundCongresses läuft hier die politisch sicherlich hochinteressante Ausstellung „Politische Bilder. Sowjetische Fotografien 1918-1941. Die Sammlung Daniela Mrazkowa“.

Zuletzt seien Ihnen noch zwei weitere Häuser ans Herz gelegt: Im historischen Zeughaus am Appellhofplatz (mit den charakteristischen rot-weißen Fensterläden und dem berühmten goldenen „Flügel-Auto“ auf dem Dach) ist das Kölnische Stadtmuseum untergebracht. Es bietet einen faszinierenden Einblick in Geschichte, Wirtschaft und Alltag der Rheinmetropole und seiner Bewohner vom Mittelalter bis in die Gegenwart.